Kochen wie der Wirt: Kalbstafelspitz mit Alm-Geschmack

Das Rezept für den neuesten Beitrag zu unserem Foodblog „Klostertaler Kalbstafelspitz im Heusud“ , das uns der Küchenchef der Traube in Braz im Vorarlberger Klostertal, Herwig Pacher, zur Verfügung gestellt hat, versprach für uns Vorarlberger auch gleich ein Stück Heimat-Geschmack. Doch was im Klostertal gleich hinter dem Haus wächst, wirft mitten in Wien gleich ein kleines Beschaffungsproblem auf… denn die Heuproduktion in der Bundeshauptstadt hält sich bekanntlich in sehr überschaubaren Grenzen. Die Lösung fanden wir schließlich in der Tierhandlung – feinstes Wiesenheu, eigentlich für’s Hauskaninchen gedacht aber auch für unseren Sud perfekt geeignet. A propos Sud: Der mundete so köstlich, dass er, als Suppe serviert, bei unseren zahlreichen Gästen dem eigentlichen Hauptgericht beinahe den Rang abgelaufen hätte.  Und noch eine Erfahrung, die wir Ihnen, liebe Küchenmeisterinnen und Meister gerne weitergeben möchten: Wir hatten zwei Stücke vom Kalbstafelspitz, eines mit etwa 800 Gramm, eines mit 1,2 Kilo – ersteres war nach eineinhalb Stunden locker gar, das andere brauchte auch nicht viel länger – also wenn die Beilagen vielleicht noch nicht parat sind, sollte man die guten Stücke besser aus der Suppe ziehen und warmstellen als sie endlos zu verkochen.

Kochen wie der Wirt – das würden wir doch alle gerne ab und zu. Wir bitten darum unsere Wirte, uns eines ihrer Lieblingsrezepte zu schicken und kochen dieses selbst nach, damit das Gericht auch bei Ihnen perfekt gelingt. Viel Spaß dabei – und bis zum nächsten Mal, beim Wirt.

Credits: Am Herd Klaus Egle und hinter der Kamera Elisabeth Egle.

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Klostertaler Kalbstafelspitz 

im Heusud mit Kartoffel-Liebstöckl-Lasagne

Zutaten für 4 Personen

1 Kalbstafelspitz (ca. 800 g)

2 – 3 l Wasser

150 g Karotten

½ Stange Lauch

150 g Sellerie

2 Zwiebeln halbiert und braun gebraten

etwas Bergwiesenheu

Lorbeerblatt

Pfefferkörner

Wacholderbeeren

2 Knoblauchzehen

1 Muskatblüte

 

Kohlrabigemüse

600 g geschälte Kohlrabi

½ Zwiebel

2 EL Butter

2 EL glattes Mehl

gehackte Petersilie

250 ml Kohlrabifond

125 ml Rahm (Obers)

Zitronensaft oder Weißwein zum Verfeinern

Kartoffel-Liebstöckel-Lasagne

700 g große Kartoffeln

gekochtes Liebstöckel

100 g Butter

125 ml heiße Milch

Salz, Muskatnuss

Zubereitung

Den Kalbstafelspitz in Wasser leicht köcheln lassen. Das Heu in einem Sieb oder eingebunden in einem Kaffeefilter so lange mitköcheln lassen, bis der gewünschte Heugeschmack erzielt ist und anschließend wieder entfernen. Das Fleisch für etwa 1,5 bis zwei Stunden weich kochen. Nach der Hälfte der Kochzeit das Wurzelwerk und die Gewürze dazugeben.

Die geschälten Kohlrabi in ca. 5 x 5 Millimeter dünne Streifen schneiden und in Salzwasser kernig kochen. Die Schalen anschließend im Fond kurz mitkochen, danach abseihen und den Fond beiseite stellen.

Die geschnittene Zwiebel in Butter anschwitzen und das Mehl unterrühren.

Mit Kohlrabifond, Rahm und Petersilie aufkochen, etwas Zitronensaft oder Weißwein zum Verfeinern dazugeben. Die Kohlrabistreifen einlegen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Lasagne Kartoffeln schälen, davon 16 dünne Scheiben schneiden und trocken auflegen. Sofort goldgelb frittieren, auf ein Küchenkrepp legen und leicht salzen. Die restlichen Kartoffeln in Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Abseihen und durch die Kartoffelpresse drücken. Mit heißer Milch, Salz, Muskatnuss, gekochtem Liebstöckel und Butterwürfeln glatt rühren. Die Lasagne wird schichtweise am Teller angerichtet.

Getränketipp von Klaus Egle – Perfect Match

Die dezenten, milden Aromen von Kalbfleisch verbinden sich erfahrungsgemäß sehr harmonisch mit reifen, cremigen Weißweinen – insbesondere, wenn das Fleisch gekocht ist, wie in unserem Fall. Der – zugegebenermaßen völlig irrationalen – These folgend, dass sich ein Wein aus der Region besonders mit einem dort zubereiteten Gericht vermählen sollte, fokussierte ich mich bei meinen Überlegungen auf das Traisental. Der Wein den ich zuerst in der Hand hatte – hier im Bild mit „Kellerkatze“ Luzifer –, ein Grüner Veltliner Traisental DAC Reserve Hochschopf 2015 von Tom Dockner in Theyern, wurde freilich das Opfer eines Prinzips, das ich von meinem Freund und Mentor Christoph Wagner übernommen habe: Das Bessere ist der Feind des Guten! Das Bessere kam diesmal aus dem selben Weingut und weil das mit gut und besser beim Wein eine durchaus subjektive Angelegenheit ist, war der Wein der Wahl auf jeden Fall das Reifere: Ein Grüner Veltliner 2011 Konglomerat aus der MAGNUM. Leider der letzte seiner Art in meinem Keller, gab der Wein doch immerhin eine furiose Abschiedsvorstellung. Fein würzig im Duft, mit dicht gestrickter Mineralik aber auch wohlig-weichem Fruchtkörper hätte er auch für sich ganz allein wunderbares Trinkvergnügen bereitet, rundete jedoch auch den Kalbstafelspitz mit cremigem Pürree und sämiger Kohlrabisauce nicht nur perfekt ab, sondern setzte mit seiner gereiften Säure auch noch erfrischende Akzente. Perfect Match? Ja, ohne Einschränkungen.

Zur Traube Braz

Zum Weingut Tom Dockner

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Kochen wie der Wirt: Gänsebraten – ganz entspannt

Ob als Martini- oder Weihnachtsgans, der Gänsebraten hat in Österreich seinen fixen Platz im kulinarischen Jahreslauf. Kein Wunder, dass für dieses aufwändige Gericht, das seine Karriere ja kurioserweise ursprünglich als Fastenspeise begonnen hat, eine Vielzahl von Rezepten und mehr oder weniger geheimen „Geheimtipps“ kursieren. Unser Rezept vom Löckerwirt in St. Margarethen im Salzburgischen Lungau hat aber einen gleich mehrfachen, willkommenen „Convenience-Faktor“. Durch die mehrstufige Zubereitung entfällt das hektische Tranchieren der heißen Gans, während man bereits von den hungrigen Gästen umringt ist und außerdem kann man als Vorspeise einen köstlichen Gänseleber-Aufstrich kredenzen, der gemeinsam mit dem Aperitif genussvoll die Zeit überbrückt, bis das Gansl dampfend auf dem Tisch steht. Fazit: Entspannter lässt sich eine Gans kaum zubereiten!

Kochen wie der Wirt – das würden wir doch alle gerne ab und zu. Wir bitten darum unsere Wirte, uns eines ihrer Lieblingsrezepte zu schicken und kochen dieses selbst nach, damit das Gericht auch bei Ihnen perfekt gelingt. Viel Spaß dabei – und bis zum nächsten Mal, beim Wirt.

Credits: Am Herd Klaus Egle und hinter der Kamera Elisabeth Egle.

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Ihr könnt die Gans ruhig schon am Vortag ganz entspannt braten, das hat nämlich viele Vorteile. Die Nebenprodukte, die dabei entstehen, veredeln Euer Gänse-Mahl.

Nun zur Gans:

  • Gewürzmischung – in ein hochwertiges Öl rührt Euch die Gewürze ein:

Salz, Pfeffer aus der Mühle, Majoran, auch Beifuß ist ideal, weil verdauungsfördernd, ihr könnt aber die Gans auch ganz individuell würzen, Euch muss es schmecken. Mit dieser Gewürzcreme pinselt Ihr die Gans gut außen und innen ein. Den Bauchraum füllt Ihr am besten mit Apfel- und Orangenstücken, sowie Preiselbeeren. Dann die Gans mit einer Fleischgabel mehrmals einstechen, damit beim Braten das Ganslfett auslaufen kann.

  • Braten bei Niedrigtemperatur: max. 130 Grad bei Kombidampf garen, pro Kilo Gans eine gute Stunde.

Nach ca. zwei Stunden kriegt die Haut etwas Farbe und zum Schluss ist sie goldbraun. Legt die Gans auf einen Gitterrost und darunter die Pfanne. Übergießt mit dem entstandenen Fett des Öfteren die Gans. Mit der Nadelprobe könnt Ihr ca. nach 4 Stunden feststellen, ob die Gans fertig gebraten ist. An einer fleischigen Stelle muss die Nadel ganz leicht durchs Fleisch stechen. Dann das Obst sauber aus dem Bauchraum herausholen. Den Großteil vom Fett aus der Pfanne schöpfen und den Bratenrückstand mit restlichen Fett und dem Obst aufkochen. Abschmecken, mit zusätzlichen Gewürzen, wenn notwendig, abrunden. Dann die Sauce durch ein Sieb drücken und wenn notwendig, mit etwas Maizena binden, sie kriegt dann einen wunderschönen Glanz.

Die abgekühlte Gans lässt sich super gut in ihre Teile zerlegen.

Dann die Teile bei 120 Grad ca. 15 Minuten regenerieren. Zum Schluss die Teile mit einer Sauce aus Honig, dunklem Bier und Salz einstreichen, die Temperatur erhöhen, bis die Haut schön knusprig ist. Aus dem Ganslschmalz, aus der Leber und aus dem Fleisch, welches auf den Knochen haftet, könnt Ihr supergute Brotaufstriche machen. Somit wäre Euer Festmahl komplett.

Unser Tipp: Wir haben zur Gans Waldviertler Erdäpfelknödel und Rotkraut gemacht. 

Getränketipp von Klaus Egle

Über die Frage des perfekten „Gänseweins“ habe ich lange nachgedacht, wobei der sprichwörtliche Gänsewein, also Wasser, natürlich nie zur Debatte stand. Der traditionell gern zitierte „Staubige“ war ebenfalls bald aus dem Rennen, weil erstens schwer zu bekommen und zweitens muss man aus heutiger Sicht wohl sagen, dass die Leute diesen im Spätherbst eben getrunken haben, weil nichts anderes da war und nicht etwa weil er ihnen so besonders gut geschmeckt hätte. Die Frage, ob weiß oder rot, ist schon schwieriger zu beantworten, wobei ich auf dem Standpunkt stehe, dass beides möglich ist. Hier sollte man aus seinen persönlichen Vorlieben keinen Hehl machen und einfach fröhlich drauflos bestellen oder aufmachen, was einem eben am besten schmeckt. Die ganz kräftigen, roten Tanninhämmer würde ich freilich ausschließen, denn die hauen die Gans gleich noch einmal tot, ebenso zu leichtgewichtige Weißweine, die wie ein Silberglöckchen am Abendhimmel ungehört verklingen. Die Wahl fiel mit dem Leithaberg DAC 2016 Chardonnay vom Weingut Esterházy schließlich auf einen Wein, der jugendliche Leichtigkeit und Substanz verbindet. Durchaus frisch in der Anmutung, wenngleich aufgrund seiner Herkunft nicht auf der fruchtigen, sondern eher auf der würzigen Seite, zeigte er am Gaumen eine fokussierte Mineralik mit dezent salzigen Anklängen und entsprach so ganz dem Bild des spannungsgeladenen aber keineswegs vordergründigen Weintyps, der momentan zu Recht sehr en vogue ist. Der Wein fand bei der großen Gästeschar jedenfalls ungeteilte Zustimmung, so dass ich – des wissenschaftlichen Vergleiches wegen – auch noch seinen Vorgänger vom Jahrgang 2010, den Chardonnay von der Ried Lama, geöffnet habe; doch das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

 

Zum Löckerwirt

Zum Weingut Esterházy

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Präsentation der burgenländischen Herkunftsweine im Wiener MAK

Mehr als 100 Winzer aus den DAC-Gebieten des Burgenlandes präsentierten ihre aktuellen Top-Weine sowie gereifte Weine aus ihren Archiven im Wiener MAK. Die Präsentation der burgenländischen Herkunftsweine brachte neben dem grandiosen Jahrgang 2015 auch spannende Trends und Entdeckungen. Wir waren vor Ort, haben sehr vieles verkostet und präsentieren hier einige unserer Favoriten.

Den burgenländischen Wein hochleben lassen: v.l. Wirtshausführer Herausgeber Klaus Egle, Wein-Burgenland-Geschäftsführer Christian Zechmeister, Präsident des burgenländischen Weinbauverbandes Andreas Liegenfeld, Weinkönigin Anna I., Daniel und Lotte Adrian, Landesrätin Verena Dunst und Wein-Burgenland Obmann Matthias Siess.

Kochen wie der Wirt: Kalb ganz spitz

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Den klassischen, gekochten Tafelspitz vom Rind haben wir wohl alle schon einmal gegessen. Einen rosa gebratenen Tafelspitz vom Kalb wohl schon viel weniger – und selbst gekocht haben ihn bislang wohl die wenigsten. Eigentlich schade, denn mit dem Rezept, das uns Hannes Neurauter von der Orangerie Stift Stams in Tirol zur Verfügung gestellte hat, gelingt das Gericht perfekt – und es zählte zum Köstlichsten, das wir in letzter Zeit gekocht und gegessen haben. Einmal mehr ist aber auch hier die Planung und daraus folgend das richtige Timing die halbe Miete!

Kochen wie der Wirt – das würden wir doch alle gerne ab und zu. Wir bitten darum unsere Wirte, uns eines ihrer Lieblingsrezepte zu schicken und kochen dieses selbst nach, damit das Gericht auch bei Ihnen perfekt gelingt. Viel Spaß dabei – und bis zum nächsten Mal, beim Wirt.

Credits: Am Herd Klaus Egle  und hinter der Kamera Elisabeth Egle

In unserer Rezeptserie „Kochen wie der Wirt“ präsentieren wir in Kooperation Logo WKO Tirol
mit der Wirtschaftskammer Tirol die besten Rezepte der Tiroler Wirte.

 

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Rosa gebratener Kalbstafelspitz mit Trüffelölpüree und buntem Marktgemüse

Eine Vorbemerkung zum richtigen Timing: Einen Kalbstafelspitz bekommt man nicht „von der Stange“ – also rechtzeitig eine gute Quelle ausfindig machen und vorbestellen. Und dann bei der Zubereitung nicht auf das Marktgemüse vergessen! Das steht zwar im Rezept ganz am Schluss, braucht aber einige Zeit der Zubereitung. Uns erschien das Prozedere, jedes Gemüse einzeln zu kochen anfangs etwas umständlich, im Nachhinein betrachtet macht das aber absolut Sinn und wir haben wieder etwas gelernt: Weil die verschiedenen Gemüse unterschiedliche Garzeiten haben, wird alles am Ende schön knackig, durch das Trocknen des Gemüses ist das unnötige Wasser weg und es bleibt der pure Geschmack über und durch das rasche Abschrecken behält das Gemüse seine frische Farbe und ist auch ein Augenschmaus!

Tafelspitz vom Kalb

Zutaten Für 4 Portionen

1 Stück                       Kalbstafelspitz (ca. 800 – 1.000 g)

2 – 3 EL                    Olivenöl

Salz, Pfeffer, Rosmarin, Zirbengewürz (beim Zirbengewürz musste sogar die Gewürzhändlerin am Naschmarkt passen – manches        

bleibt eben doch der Tiroler Küche in Tirol vorbehalten!)

100 g                         Röstgemüse (Karotten, Zwiebel, Sellerie, Lauch)

¼ L                            Rindssuppe zum Aufgießen

¼ L                            Rotwein

Zubereitung

Kalbstafelspitz gut mit den Gewürzen einreiben und von allen Seiten heiß im Olivenöl anbraten. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und jetzt das Gemüse gut anbraten. Mit Rindssuppe und Rotwein aufgießen, einreduzieren lassen und anschließend in einen Topf geben.

Jetzt das Fleisch wieder in den Bräter geben und bei 120°C auf 55°C Kerntemperatur garen lassen.

Das Fleisch danach in eine Alufolie wickeln und 15 Min. an einem warmen Ort rasten lassen.

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Sauce

Den beim Garen des Tafelspitz entstandenen Saft aus dem Bräter mit dem Gemüse-Rotweinfond zusammenmischen und bis zur gewünschten Konsistenz einreduzieren lassen.

 

Trüffelölpüree

Zutaten

500 g             mehlige Erdäpfel

¼ L                 Milch

100 g             Butter

1 El                 Trüffelöl oder Trüffelpüree, Muskat, Salz

Statt dem Trüffelöl fiel uns ein fertiges Püree von weißen Trüffeln in die Hände – auch nicht schlecht!

Zubereitung

Mehlige Erdäpfel schälen und 15 min kochen, in einem Tuch ausdämpfen lassen und passieren, mit heißer Milch, zerlassener Butter, Trüffelöl und Gewürzen zu einer lockeren Masse rühren.

 

Marktgemüse

100 g             Karotten geschnitten

100 g             Radieschen

100 g             Brokkoli geteilt

100 g             Kohlrabi geschnitten

100 g             Spargel/grün weiß (oder Zuckererbsenschoten)

Da wir die Spargelsaison knapp verpasst haben, nominierten wir ersatzweiße frische, junge Erbsenschoten, die derzeit aus heimischem Anbau verfügbar sind.

Gemüse einzeln im Salzwasser bissfest kochen, kalt abschrecken und auf einem Küchenpapier abtrocknen lassen.

Später das Gemüse mischen, in einer Pfanne etwas Butter erhitzen, das Gemüse mit Salz und Zucker würzen und in der Pfanne schwenken und erhitzen.

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Anrichten

Püree in einen Spritzsack füllen und den Teller dressieren, das Fleisch gegen die Faser in Scheiben schneiden, auf den Teller legen, Gemüse dazu legen und mit der Sauce vollenden.

Getränketipp von Klaus Egle

Für dieses Gericht den passenden Wein zu finden war wieder einmal zugleich Freude und Herausforderung. Fleisch ja, aber doch eher ein zartes Stück mit mildem Aroma, das Püree cremig und mit Trüffeln aromatisiert und dann das Gemüse, das  eigentlich nach einem leichten, unaufdringlichen Begleiter verlangt. Ich hatte schon diverse Grüne Veltliner in der Hand, habe mich aber dann doch für meine Lieblingsvariante entschieden: Burgunder in weiß und rot. Hier paart sich Finesse mit Kraft aber es sind beim Rotwein keine übermächtigen Tannine zu erwarten und der Weiße sollte ausreichend Power haben um auch beim Fleisch dagegen halten zu können. Der Pinot noir 2015 von Heinrich Lunzer aus Gols erwies sich als dunkelwürziger Typ, der in der Nase einmal kraftvoll auftritt um sich dann am Gaumen doch als finessenreicher Wein mit feinkörnigem Gerbstoff und ganz dezenter Fruchtsüße zu erweisen, die ihm den letzten Schliff gibt. Der Weiße Burgunder 2015 von Müller’s Weingut in Wien ist mächtiger aber durchaus nicht schwerfälliger Stoff mit intensiver Würze und Aromen von Haselnüssen bis Weißbrot im Duft, cremiger Textur am Gaumen und beachtlicher Länge. Beide Weine zeigten sich als würdige Speisenbegleiter und das Match endete mit einem Unentschieden, wobei der Pinot noir sicher zusammen mit dem Fleisch seine besseren Momente hatte, während sich der Weißburgunder als perfekter Kompagnon zu Trüffelpüree und Gemüse präsentierte.

 

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Zur Orangerie Stift Stams

Zum Weingut Heinrich Lunzer

Zu Müller’s Weingut

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Willkommen im SALON Österreich Wein 2017

Eine Runde Sache: Der SALON Österreich Wein, Österreichs härtester Weinwettbewerb, feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Mit einer Gala und mit drei großen Präsentationen in Wien, Linz und Hall in Tirol, wo Weinfreunde die Möglichkeit haben, alle 270 SALON-Weine zu verkosten. Mit dabei natürlich auch die 10 SALON-Auserwählten und 16 SALON-Sieger die gestern im Rahmen der SALON-Gala im Palais Niederösterreich in Wien präsentiert wurden.

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Der SALON steht für Qualität

Nicht umsonst genießt der SALON Österreich Wein den Ruf, der härteste Weinwettbewerb des Landes zu sein. Die Basis dafür bilden die Landesweinerkostungen in Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und Wien, wo heuer mehr als 7.000 Weine auf dem Prüfstand waren. Aus diesen wurden die rund 350 besten für die Finalverkostung nominiert bei der auch ca. 100 Sekte verkostet wurden, die von den Produzenten direkt eingereicht werden können. Bei dieser Finalverkostung bleiben 210 SALON-Weine und 20 SALON-Sekte übrig, die restlichen 40 SALON-Weine nehmen ihren Weg durch Nominierungen von Sommelier, Fachmagazinen und Fachjournalisten. Die 10 meistgenannten dieser Nominierung sind dann die „SALON Auserwählten“, während die 16 SALON-Sieger die jeweils bestbewerteten Weine der jeweiligen Sorte/Kategorie in der Finalverkostung sind.

Der besondere Mix macht es aus

Durch den Nominierungsmodus des SALON ergibt sich für Weinfreunde und Genießer ein besonderer Mix. Einerseits die arrivierten, bekannten Weingüter mit ihren vielfach ausgezeichneten Spitzenweinen, andererseits aber eine prall gefüllte Fundgrube mit Neu-Entdeckungen, jungen Winzern die erstmals richtig aufzeigen und vielen Weinen, die großen Trinkspaß mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis bieten.

Zu entdecken gibt es das alles hier:

14.6.2017 Kursalon Hübner, Wien
21.6.2017 Tabakfabrik, Linz
28.6.2017 Salzraum, Hall in Tirol
Publikumsverkostungen jeweils von 15 bis 21 Uhr.
Tickets erhältlich über oeticket.com

 

SALON Sieger 2017

 

Weingut Robert Goldenits | Tadten

Burgenland 2016 Welschriesling

 

Weingut Julius Klein | Pernersdorf

Weinviertel DAC 2016 Grüner Veltliner Ried Wiege

 

Weinbau Familie Angerer | Lengenfeld

Kamptal DAC Reserve 2015 Grüner Veltliner „Optimum“

 

Weingut Seidl | Unterretzbach

Niederösterreich 2016 Riesling Klassik Ried Halblehen

 

Weingut Taubenschuss | Poysdorf

Niederösterreich 2016 Weißburgunder

 

Weingut Frauwallner Straden | Straden

Vulkanland Steiermark 2015 Chardonnay Ried Buch „Eruption weiss“

 

Weingut Reinberger | Grafenwörth

Wagram 2016 Roter Veltliner „Lössterrassen“

 

Weingut Hofbauer-Schmidt | Hohenwarth

Niederösterreich 2016 Sauvignon Blanc

 

Traminerweingut Giessauf-Nell | Klöch

Vulkanland Steiermark 2016 Gelber Traminer Ried Röhrl

 

Weingut Schwertführer 47er | Sooß

Thermenregion 2016 Zweigelt „Alte Reben“

 

Weingut Kummer | Mönchhof

Neusiedlersee DAC Reserve 2015 Zweigelt „vom Zeiselberg“

 

Markus IRO | Gols

Burgenland 2015 St. Laurent Reserve Ried Herrschaftswald

 

Winzerhof Kiss | Jois

Burgenland 2015 Blaufränkisch Ried Jungenberg

 

Weingut Andreas Ott | Hagenbrunn

Niederösterreich 2015 Cuvée Reserve

 

Weingut Heinzl-Gettinger | Deinzendorf

Niederösterreich 2016 Muskateller Klassik

 

Weingut Stift Klosterneuburg | Klosterneuburg

Niederösterreich TBA 2015 Weißburgunder

 

SALON Auserwählte 2017

 

Weinberghof Fritsch | Kirchberg am Wagram

Wagram 2015 Grüner Veltliner Ried Mordthal „1ÖTW“

 

Weingut Jurtschitsch | Langenlois

Kamptal DAC Reserve 2014 Grüner Veltliner, Ried Loiserberg „1ÖTW“

 

Weingut Bründlmayer | Langenlois

Kamptal DAC Reserve 2015 Riesling, Ried Zöbinger Heiligenstein „1ÖTW“

 

Weingut Kollwentz | Großhöflein

Burgenland 2014 Chardonnay Ried Neusatz

 

Weingut Wohlmuth | Kitzeck im Sausal

Südsteiermark 2015 Sauvignon Blanc Ried Hochsteinriegl

 

Weingut Gager | Deutschkreutz

Mittelburgenland DAC Reserve 2013 Blaufränkisch

 

Weingut Birgit Braunstein | Purbach

Leithaberg DAC 2013 Blaufränkisch

 

Weingut Feiler-Artinger | Rust

Burgenland 2013 Cuvée „Solitaire“

 

Weinlaubenhof Kracher | Illmitz

Burgenland 2011 TBA Welschriesling, „No. 4 Zwischen den Seen“

 

Weingut Steininger | Langenlois

Österreich Sekt 2012 Grüner Veltliner Ried Steinhaus

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Video: Wein mit Egle #2

Was macht der überzeugte Weisswein-Trinker in der kalten Jahreszeit, wenn frisch und fruchtig weniger gefragt ist?
Klaus Egle hat dazu ein paar Vorschläge parat. Und wer weiß, so mancher Rotwein-Trinker könnte vor Neid erblassen, wenn er sieht, welche Tropfen sich Weisswein-Liebhaber für die langen Abende genehmigen.

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