NACH ZWEI JAHRZEHNTEN ÜBERGIBT MOOSBRUGGER DIE ÖTW-SPITZE – MALAT WILL INTERNATIONAL NOCH SICHTBARER WERDEN

Beim ÖTW Sommerfest in Grafenegg wurde ein besonderer Moment in der Geschichte der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) zelebriert: Nach zwei Jahrzehnten an der Spitze übergibt Michael Moosbrugger mit Jahresende die Funktion des Obmanns. Anfang 2027 übernimmt Michael Malat den Vorsitz, ihm zur Seite steht künftig Markus Huber als Obmann-Stellvertreter. Der Wechsel ist von einer ungewöhnlich langen gemeinsamen Vorgeschichte getragen: Malat sitzt seit rund 20 Jahren im Vorstand, sein Vater Gerald zählte 1991 zu den Gründungsmitgliedern der ÖTW.

Fotos: Manu Grafenauer

Unter Moosbruggers Führung wuchs der Verband von 25 auf 91 Mitgliedsbetriebe aus acht Weinbaugebieten, die gemeinsam etwa 3.600 Hektar Reben bewirtschaften. Im Zentrum seiner Arbeit stand die über drei Jahrzehnte entwickelte Lagenklassifikation, die inzwischen 145 Rieden als „ÖTW Erste Lage“ auszeichnet. „Unser gemeinsames Fundament ist die Herkunft. Sie ist eine der stärksten Geschichten, die der österreichische Wein international zu erzählen hat. Unsere Aufgabe ist es, diese Idee mit neuer Energie weiterzutragen“, sagt Michael Malat.

Ein Fundament für ganz Europa

Die Klassifikation der ÖTW soll mit dem neuen österreichischen Weingesetz gesetzlich verankert werden, ihre Wirksamkeit wird für Herbst 2027 erwartet. Auch international fand die Arbeit Nachahmer, etwa beim VDP in Deutschland oder in der ungarischen Weinregion Tokaj. „Die gesetzliche Verankerung der Lagenklassifikation ist deshalb kein Schlusspunkt, sondern die Verpflichtung, sie mit Leben zu erfüllen“, betont Michael Moosbrugger. „Michael Malat hat diesen Weg im Vorstand fast von Beginn meiner Amtszeit an mitgetragen.“

Malat: Jetzt sichtbarer werden

Gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Tischler-Zimmermann will Malat die ÖTW in wichtigen Märkten noch sichtbarer machen und neue Zielgruppen erreichen. „Jetzt geht es darum, sie mit Sinn zu erfüllen, zu erklären, zu schützen und international noch stärker zu kommunizieren. Tradition darf nie zum Synonym für Stillstand werden“, so Tischler-Zimmermann. Unterstützung erhält Malat dabei von Obmann-Stellvertreter Markus Huber, der langjährige Erfahrung aus der Weinbaupolitik einbringt. Auch Verantwortung soll künftig breiter verteilt werden: „So wird nicht nur unsere Arbeitskraft gestärkt, sondern auch die Identifikation mit dem gemeinsamen Weg“, erklärt Malat.

Michael Malat führt das 1722 gegründete Weingut Malat in Furth bei Göttweig seit 2008 in zehnter Generation. „Es geht nicht darum, die ÖTW neu zu erfinden. Es geht darum, ihre Ideen und Werte mit neuer Energie weiterzutragen“, so seine Botschaft.

Weiterführende Informationen zu den Traditionsweingütern finden Sie auf: https://www.oetw.at/de