Mehr als 100 Winzer aus den DAC-Gebieten des Burgenlandes präsentierten ihre aktuellen Top-Weine sowie gereifte Weine aus ihren Archiven im Wiener MAK. Die Präsentation der burgenländischen Herkunftsweine brachte neben dem grandiosen Jahrgang 2015 auch spannende Trends und Entdeckungen. Wir waren vor Ort, haben sehr vieles verkostet und präsentieren hier einige unserer Favoriten.
Josef Reumann und Maria Reumann beweisen mit ihrem 2015er Blaufränkisch Original Deutschkreutz, dass auch Klassik-Weine mit feiner Würze viel Trinkfreude bereiten können. Mit der DAC Reserve Ried Altes Weingebirge 2015 zeigten sie aber dass da noch mehr geht.
Große Freude bei Andrea Lang: Die 2015er Top-Rotweine wie Mittelburgenland DAC Reserve Blaufränkisch L 1 und Cuvée Excelsior bereiten bereits jetzt mächtig Trinkvergnügen – und der gereifte Blaufränkisch V-Max von 2012 zeigt das enorme Potenzial dieser Weine.
Clemens Reisner vom Weingut Hans Igler spielt die Klaviatur des Blaufränkischen virtuos, entwickelt aber auch Klassiker des Betriebes wie die Cuvée Vulcano stilistisch weiter; weniger Holz, mehr Struktur und damit forderndes Trinkvergnügen für Fortgeschrittene.
Die ehemalige Genossenschaft Domaine Pöttelsdorf befindet sich seit einigen Jahren im Besitz der Familien Schandl und Kurz und Markus Kurz präsentierte eine schöne Serie von Weinen mit frischer Aufmachung und modernem Stil. Ein Betrieb, den man im Auge behalten sollte.
Den burgenländischen Wein hochleben lassen: v.l. Wirtshausführer Herausgeber Klaus Egle, Wein-Burgenland-Geschäftsführer Christian Zechmeister, Präsident des burgenländischen Weinbauverbandes Andreas Liegenfeld, Weinkönigin Anna I., Daniel und Lotte Adrian, Landesrätin Verena Dunst und Wein-Burgenland Obmann Matthias Siess.
Thomas Straka hat mit seinem Welschriesling „Prantner“ von uralten Rebstöcken einen Geheimfavoriten im Talon, der zeigt, warum Rechnitz immer als Top-Gebiet für diese Rebsorte galt. Dazu gibt es Rotweine von kühler Mineralik und ein spannendes Experiment namens „Stratos“ von alten Zierfandler- und Welschrieslinglagen im ungarischen Pecs.
Paul Rittsteuer ist einer der jungen Winzer vom Neusiedlersee, die immer stärker auch mit Weißweinen punkten: Mineralisch, salzig und trinkanimierend sein Grüner Veltliner Alte Reben 2016, gelbfruchtig-saftig mit opulenter Frucht und zarter Holznote der Chardonnay Ried Lehmgruben 2015.
Johannes Nehrer, der die Staffette im Familienbetrieb übernommen hat, ist mit beeindruckend komplexen Rotweinen wie den Blaufränkischen Leithaberg DAC rot Riede Feurer 2013 (vom Kalkboden) oder dem 2011er Riede Poschen (vom Urgestein) endgültig in der Top-Liga der heimischen Rotweinproduzenten angekommen.
Julia Wachter präsentiert die Weine von Christoph Wachter-Wiesler und die sprechen quasi für sich: Feine Klinge aus dem Südburgenland, die dennoch überall durchdringt. Finesse, Eleganz und Struktur, die an Burgund erinnern und doch auch die kraftvolle Erdigkeit der Lagen von Deutsch-Schützen und Eisenberg. Eindrucksvoll.
Eine Runde Sache: Der SALON Österreich Wein, Österreichs härtester Weinwettbewerb, feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Mit einer Gala und mit drei großen Präsentationen in Wien, Linz und Hall in Tirol, wo Weinfreunde die Möglichkeit haben, alle 270 SALON-Weine zu verkosten. Mit dabei natürlich auch die 10 SALON-Auserwählten und 16 SALON-Sieger die gestern im Rahmen der SALON-Gala im Palais Niederösterreich in Wien präsentiert wurden.
Der SALON steht für Qualität
Nicht umsonst genießt der SALON Österreich Wein den Ruf, der härteste Weinwettbewerb des Landes zu sein. Die Basis dafür bilden die Landesweinerkostungen in Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und Wien, wo heuer mehr als 7.000 Weine auf dem Prüfstand waren. Aus diesen wurden die rund 350 besten für die Finalverkostung nominiert bei der auch ca. 100 Sekte verkostet wurden, die von den Produzenten direkt eingereicht werden können. Bei dieser Finalverkostung bleiben 210 SALON-Weine und 20 SALON-Sekte übrig, die restlichen 40 SALON-Weine nehmen ihren Weg durch Nominierungen von Sommelier, Fachmagazinen und Fachjournalisten. Die 10 meistgenannten dieser Nominierung sind dann die „SALON Auserwählten“, während die 16 SALON-Sieger die jeweils bestbewerteten Weine der jeweiligen Sorte/Kategorie in der Finalverkostung sind.
Beim Wein treffen sich Winzer und Weinjournalisten: Vinaria-Chefredakteur Peter Schleimer, Weinpblizist Peter Weirather, Andi Kollwentz, Willi Bründlmayer. Brigitta und Karl Steininger.
Es geht los: ÖWM Geschäftsführer Willi Klinger und Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager geben den Startschuss zur Verleihung der Auszeichnungen.
Der besondere Mix macht es aus
Durch den Nominierungsmodus des SALON ergibt sich für Weinfreunde und Genießer ein besonderer Mix. Einerseits die arrivierten, bekannten Weingüter mit ihren vielfach ausgezeichneten Spitzenweinen, andererseits aber eine prall gefüllte Fundgrube mit Neu-Entdeckungen, jungen Winzern die erstmals richtig aufzeigen und vielen Weinen, die großen Trinkspaß mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis bieten.
Zu entdecken gibt es das alles hier:
14.6.2017 Kursalon Hübner, Wien
21.6.2017 Tabakfabrik, Linz
28.6.2017 Salzraum, Hall in Tirol
Weinviertler Familientreffen: Johannes Hofbauer-Schmidt mit Weinviertel-DAC-Geschäftsführerin Ulli Hager, Petra Hofbauer-Schmidt, Weinkönigin Christina Hugl, Teresa Hofbauer-Schmidt und Leopold Hofbauer-Schmidt.
Fachsimpeln über die kürzlich in Szene gegangene Pet-Nat-Präsentation mit Winzerin Birgit Braunstein und der Präsidenten des Österreichischen Sommeliervereins Annemarie Foid.
Die 15. Weinviertel DAC Präsentation lockte rund 3.300 Weinfreunde und -innen! in die Wiener Hofburg. Die brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Das Weinviertel, in dem der Frost zwar ebenfalls Schäden anrichtete, das in Summe aber noch glimpflich davonkam, konnte auch qualitativ einen hochkarätigen Jahrgang 2016 einschenken. Die Weinviertel DAC’s 2106 zeigen sich harmonisch, mit reifer, animierender Säure und viel Würze – jetzt schon schön zu trinken und vielseitig einsetzbare Speisenbegleiter. Interessante auch die Weinviertel DAC Reserven mit Jahrgang 2015 und älter. Komplexe, vielschichtige Weine, die über Jahre noch an Charakter und Harmonie zulegen.
Andreas Ott aus Hagenbrunn beweist, dass man einen Top-Heurigen betreiben und zugleich tolle Wein machen kann.
Fritz Wieder, vulgo Weinrieder, hat nicht nur Weltklasse-Eisweine im Keller, sondern auch hervorragende DAC’s.
Freuen sich über das hohe Niveau der 2016er DAC’s: Landesrat Karl Wilfing, Weinkomitee-Weinviertel-Geschäftführerin Ulli Hager, Obmann Hans Setzer und Wirtsausführer-Herausgeber Klaus Egle.
Petra und Leopold Hofbauer-Schmidt luden mit ihren Weinviertel-DAC-Reserven von 2015, 2013 und 2009 zu einer köstlichen Zeitreise.
Weinbaumeisterin Daniela Fabianek aus Roseldorf zeigte mit ihrer Weinviertel DAC Reserve vom Berg 2009, dass diese Weine über ein großes Reifepotenzial verfügen.
Tomas Taubenschuss aus Poysdorf hatte zwei beeindruckende Magnums im Gepäck: Die Weinviertel DAC Reserven von 2011 und 2009 erwiesen sich als große, komplexe und zeitlose Weine.
Das Weingut Schödl in Loidesthal ist ein junger, aufstrebender Betrieb, in dem man auch neue Wege geht: Die Weinviertel DAC Reserve 2014 wurde teilweise im Betonei und teilweise im Akazienfass ausgebaut.
Die große Jahrgangspräsentation der Wein Burgenland in der Wiener Hofburg bot rund 750 Weine von knapp 150 Winzern – und hervorragende Qualitäten mit Weißweinen der Jahrgänge 2015 und 2016 und Roten, die vor allem von 2013 und 2014 stammen. Mehr als 2.300 Besucher nahmen diese Möglichkeit wahr, sich persönlich von der Güte der neuen Weine zu überzeugen. Eine Nachlese.
Christine Lentsch aus Podersdorf brillierte mit Pinot noir und Pinot gris.
Top-Rotweinqualität seit vielen Jahren liefert René Pöckl aus Mönchshof.
Paul Rittsteuer aus Neusiedl am See kann es in weiß und rot.
Helene Tesch aus Neckenmarkt hatte unter anderem einen exzellenten Blaufränkisch Selection 2013 im Gepäck.
Die junge Jaqueline Klein aus Andau zeigte mit tollen Rotwein-Cuvées auf.
Johannes Nehrer aus Eisenstadt fängt mit seinen Weiß- und Rotweinen des spezielle Terroir des Leithagebirges perfekt ein.
Kurt Feiler vom Weingut Feiler-Artinger bietet Top-Weine in weiß, rot und süß.
Schinken-Guru Otmar Tschürtz, hier mit Wirtsausführer-Herausgeber Klaus Egle, sorgte für die kulinarische Begleitung.
Sekt ist nicht gleich Sekt – ein besonders köstliches Exemplar habe ich im Weingut Zuschmann-Schöfmann in Martinsdorf im Weinviertel entdeckt. Die besonders lange Lagerung auf der Hefe verleiht diesem Grünen-Veltliner-Sekt sein feines Mousseux und seine zarte Cremigkeit.
Was macht der überzeugte Weisswein-Trinker in der kalten Jahreszeit, wenn frisch und fruchtig weniger gefragt ist?
Klaus Egle hat dazu ein paar Vorschläge parat. Und wer weiß, so mancher Rotwein-Trinker könnte vor Neid erblassen, wenn er sieht, welche Tropfen sich Weisswein-Liebhaber für die langen Abende genehmigen.
Unser neues Videoformat „Wein mit Egle“: Weinbuch-Autor und Wirtshausführer-Herausgeber Klaus Egle erzählt mit Charme und Witz über Wein, stellt Weine …
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