Klaus Egles Weine der Woche: Bründlmayer Fizz Blanc und Bründlmayer Fizz Rosé

Wer auch in der Fastenzeit nicht auf prickelnden Genuss aus dem Hause Bründlmayer verzichten will, dem werfen die Bründlmayers jetzt einen Rettungsring in Form des alkoholfreien Duos Bründlmayer Fizz Blanc und Bründlmayer Fizz Rosé zu.

Tradition trifft Innovation. Die Tradition besagt, dass man im Weingut Bründlmayer keine halben Sachen macht. Wenn, dann g’scheit. Die Innovation ist, dass man sich vor neuen Trends nicht verschließt und dann aber Produkte macht, die Hand und Fuß haben. Einem fertigen Wein oder Sekt den Alkohol entziehen – so einfach wollte es sich das Team rund um Willi Bründlmayer nicht machen. Da ging man lieber den Weg, ein eigenständiges Produkt zu entwickeln, in dem die Weintrauben in Form von Verjus und Traubensaft präsent sind, das aber keine alkoholische Gärung durchläuft. Stattdessen holt man sich die feine Kohlensäure aus der Fermentation der Trauben und rundet das Ganze mit einem ausgewogenen Kräutermix aromatisch ab. Das Ergebnis sind zwei echte Bründlmayers, nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch: Erkennbar Bründlmayer aber auch erkennbar frisch und neu – das Auge trinkt schließlich, auch wenn dies technisch unmöglich scheint, immer mit.

Bründlmayer Fizz Blanc

Mit im Spiel sind neben Verjus und Traubensaft noch Honeybush-Tee, Bergamotte und Roibostee, kein Zucker wird zugesetzt. Den liefert der Traubensaft und das ziemlich unmerklich, denn dieser feine Sprudel glänzt durch eine knochentrockene Anmutung, die durch die frischen Zitrusnoten im Duft noch verstärkt wird. Feines Mousseux am Gaumen, das im lebendigen Gegensatz zur dezenten Fruchtsüße steht, im Hintergrund auch mineralische Töne, die für Grip sorgen und bis zum leichtfüßigen Abgang mitschwingen. Ein wunderbarer Aperitif aber auch lässig zu trinken als Begleiter zu leichten Vorspeisen und Fischgerichten.

Bewertung: 17/20 Punkten

Bründlmayer Fizz Rosé

Hier dürfen Hagebutte, Quitte und Aroniabeeren gemeinsam mit Verjus und Traubensaft auftreten, mit dabei ist ebenfalls wieder nur natürlicher Zucker aus Trauben. Die Farbe sagt „Sekt“, der Duft sagt „Frucht“: Hellbeerige, feine Aromatik, die an Waldbeeren erinnert, saftig und animierend am Gaumen mit feinkörnigem Mousseux und einem Hauch von Gerbstoff, der für fröhlichen Trinkfluss sorgt. Das macht für sich getrunken viel Freude, kann aber auch gut mit mediterraner Küche von Antipasti über Fisch bis zum Zitronenhuhn mit Oliven.

Bewertung: 17/20 Punkten