Mit seinem Weißburgunder 2024 beweist Alexander Egermann, dass man im Seewinkel auch sehr gut „beidbeinig“ unterwegs sein kann.
Illmitz im untersten Seewinkel ist bekannt für seine Störche. Aber auch für seine Süßweine, die hier eine große Tradition haben. Heute heißt das Weinbaugebiet Neusiedlersee und die dominante Rebsorte ist der Blaue Zweigelt, bekannt als „Neusiedlersee DAC“. Auch zu diesem Thema hat der junge Alexander Egermann einiges zu bieten, allen voran den Zweigelt Ried Römerstein, eine Top-Selektion der besten Zweigelt-Fässer, mit der er alljährlich demonstriert, was für ein Potenzial in dieser Rebsorte steckt. Doch auch wenn der Rotwein im Weingut Egermann die Hauptrolle spielt und eine Trockenbeerenauslese natürlich ebenfalls nicht fehlen darf, so hat Alexander Egermann mit seinem Trio „Vom Salz“, Weißburgunder und Chardonnay auch ein festes Weißwein-Standbein auf den hiesigen Schwarzerde-Böden stehen.
Frische, Frucht und Trinkfluss
Der Weißburgunder, der acht Monate auf der Feinhefe reifen darf, ist ein schönes Beispiel dafür, dass in dieser heißen und trockenen Gegend auch Weine mit viel Frische und Frucht, feiner Säure und einem fröhlichen Trinkfluss gekeltert werden können Der 2024er zeigt eine feine Würze im Duft mit frischen und zugleich reifen, gelbfruchtigen Obstnoten, weißem Pfeffer, Ananas und Quitten und einen Hauch von Mandeln und Haselnüssen und präsentiert sich schon in der Nase sehr einladend. Am Gaumen dann saftig, reif und mundfüllend, mit delikater Zitrusfrucht, fruchtsüß mit trinkanimierender Säure und einem feinen Gerbstoff, der ihm Struktur verleiht. Ein feines Trinkvergnügen mit Präsenz und Anspruch.
Bewertung: 16/20 Punkten

