Klaus Egles Wein der Woche: Sauvignon Blanc „Stoan” 2017, Skoff Original

Wer mit der Rebsorte Sauvignon Blanc schon einmal Weltmeister wurde, der weiß, wie’s geht. Das beweist Walter Skoff vom Weingut Skoff Original auch mit seinem Sauvignon Blanc 2017 mit der vielsagenden Bezeichnung „Stoan”.

Der Sauvignon Blanc hat es Walter Skoff schon immer angetan. In keinem anderen steirischen Weingut gibt es eine solche Vielfalt von Weinen aus dieser Rebsorte und Skoff hat mit „learnig by doing” alle Spielarten des Ausbaus ausprobiert. Von frisch, fröhlich und staubtrocken bis mächtig und vom neuen Holz geprägt. Inzwischen hat Skoff seinen Stil längst gefunden. Der Charakter seiner Sauvginons wird heute vor allem durch die Herkunft und das damit verbundene Terroir geprägt. So gerät eine Verkostung durch das Sauvignon-Blanc-Reportoire im Weingut am Eckberg leicht zu einer Weinreise durch die großen Lagen der Südsteiermark. Nach den Gebiets- und Ortsweinen geht es da dahin vom Kranachberg (übrigens der Weltmeister-Sauvignon beim Concours Mondial du Sauvignon Blanc 2017) über Oberkranachberg, Sulz, Hochsulz und Obegg bis zum Grassnitzberg. Jeder dieser Weine ist primär von Boden und Kleinklima der jeweiligen Riede geprägt. Anders bei den Selektionen Sauvignon Blanc Royal, der zu 100 Prozent im Barrique ausgebaut wird und einen internationalen Sauvignon-Stil repräsentiert und beim „Stoan” der ganz einfach für sich steht.

Charakter und Trinkvergnügen

Die vollreifen Trauben für den 2017er stammen von den Lagen Hochsulz, Obegg und Grassnitzberg. Vergoren wurde der Wein auf der Maische in einem Steinfass – daher auch der Name. Das Ergebnis ist ein Wein mit starkem, völlig eigenständigem Charakter der aber die Rebsorte niemals verleugnet. Anspruchsvoll aber auch trinkvergnüglich, zumal sich der 2017er jetzt in Hochform befindet. In der Nase rauchig mit Aromen von Zitronen- und Orangenzesten, fruchtsüß mit exotischer Note präsentiert er sich am Gaumen dicht und kompakt, zupackend und straff, saftig, auch hier wieder mit exotischen Anklängen von Litschis aber auch animierender Mineralität und reifer, perfekt integrierter Säure. Ein moderner Wein, der durchaus seine Ecken und Kanten hat, für die Gegenwart und die Zukunft.

Bewertung: 19/20 Punkten