Beim Amstätter am Bahnhof

Das Gasthaus Amstätter, direkt am Bahnhof von Hausleiten gelegen und daher auch umweltfreundlich mit dem Zug zur erreichen, feierte im Vorjahr seinen 100sten Geburtstag und ist für viele seiner Stammgäste eine Institution, auf die sie keinesfalls verzichten möchten.

Wirt Franz Amstätter hat zwischen dem Servieren und Abservieren immer Zeit für ein gutes Wort oder einen kleinen Scherz – als Wirt ohne Schmäh, das geht ja auch nicht.

„Das Gulasch heute“, sagt ein älterer Herr bei der Verabschiedung an der alten Schank in der gemütlichen Gaststube zu Franz Amstätter, „das war zweifellos das beste meines Lebens“. Dem Herrn sieht man an, dass er weiß, was Qualität ist und dass er das nicht so dahergesagt hat. Franz Amstätter freut es, auch wenn er „nur“ der Überbringer der kulinarischen Köstlichkeiten ist, die Gabriele Amstätter in ihrer Küche zubereitet. Das machen sie seit Jahrzehnten so und sie sind ein eingespieltes Team, das sich blind versteht. Franz Amstätter immer in Bewegung, flink, höflich, zuvorkommend, kein Gast muss da auf etwas warten und zwischen Servieren und Abservieren bleibt immer Zeit für ein gutes Wort oder einen kleinen Scherz, weil als Wirt ohne Schmäh, das geht ja auch nicht. Und dann natürlich der Wein. Wenn die Rede darauf kommt, dann leuchten Franz Amstätters Augen, denn das ist seine Leidenschaft. Da kennt er sich aus und findet mit schlafwandlerischer Sicherheit immer den richtigen Tropfen als Begleiter. Vorzugsweise vom nahegelegenen Wagram, den er kennt wie die Innentasche seines unverzichtbaren Gilets aber zwischendurch gerne auch einmal aus anderen Regionen, wo sie auch guten Wein machen. 

Gebackener Kalbskopf mit cremig-sämigen Mayonnaisesalat
Mürber und saftiger Schweinsbraten – ein wahres Sonntagsessen.

„Auch wenn wir einmal in Pension gehen, wollen wir nicht ohne unser Wirtshaus sein!“
 

Gabriele und Franz Amstätter

Der Blick über den Tellerrand

Gabriele Amstätter ist der ruhende Pol in der Küche, bekannt dafür, dass sie aus besten, regionalen Zutaten wunderbare, bodenständige Gerichte zubereitet, die den Gästen ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern. Kein Wunder, wo sonst gibt es einen derart mürben und saftigen Schweinsbraten wie hier, der ebenso wie das knusprige Brathendl mit Semmelfülle jeden Samstag, Sonntag und Feiertag frisch aus dem Ofen kommt – und zwar genau so lange, wie der Vorrat reicht. Wer hier Klassiker wie das gekochte Schulterscherzel mit seinen Beilagen oder den Gebackenen Kalbskopf mit einem herrlich cremig-sämigen Mayonnaisesalat sucht, ist hier an der richtigen Adresse, und überhaupt: Die Innereien! Aber auch Leichtes und Fleischloses wie die Ingwersuppe mit Rohscheiben, mit Mozzarella gefüllte Erdäpfelpuffer oder Pestorisotto mit Parmesan und Ruccola erfreuen den Gaumen, denn Gabriele Amstätter schaut sehr gerne über den Tellerrand des Traditionellen hinaus um zu sehen, was die kulinarische Welt sonst noch so zu bieten hat.

Wie die Zeit vergeht – „100 Jahre Gasthaus Amstätter“ wurde vor kurzem gefeiert.

Zu Gast bei Wirt und Wirtin

Freilich ist dieses kleine Paradies der Genüsse auch keine Insel der Seligen. Das allseits bekannte Problem mit dem Personal macht auch den Amstätters zu schaffen und so haben sie beschlossen, sich auf ihr Kerngeschäft zu reduzieren und etwa auf Caterings zu verzichten. Für den Gast ist das grundsätzlich wunderbar, denn hier ist klar: Im Service und in der Küche arbeiten die Chefleute persönlich. Und denen macht das, was sie machen, zum Glück nach wie vor Freude, denn da sind sie sich einig: „Auch wenn wir einmal in Pension gehen, wollen wir nicht ohne unser Wirtshaus sein, darum werden wir sicher auch dann noch in der einen oder anderen Form für unsere Gäste da sein!“

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